Blum, Sylvie

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Sylvie Blum (*1967 in Taxenbach, Österreich) ist da eine Ausnahmeerscheinung. Das fotografische Handwerk erlernte sie durch ihren Mann, den Erotikfotografen Günter Blum, und machte sich nach dessen Tod daran, die Seiten zu wechseln und fortan hinter der Kamera zu stehen. Ihr erster publizierter Versuch war der anspruchsvolle Band von Selbstporträts mit dem narzistischen Titel Venus selbst, quasi als eine Art Selbstbeobachtung, bevor sie den Dialog mit anderen Models aufnahm. Doch dann steigerte sie sich in eine lustvolle Besessenheit und experimentierte mit Modellen und Stilen, mit Licht und Raum. Fasziniert von einer künstlerischen Aktfotografie, wie sie in den 30er Jahren Fotografenlegenden wie George Hoyningen-Huene oder Horst P. Horst in Vollendung präsentierten, schuf Sylvie Blum ab 1998 Körperfragmente, fotografische Torsi, die in der raffinierten Beleuchtung und feinen Abstufung der Grauwerte eine geradezu skulpturale Anmutung gewinnen. Aber die Quellen ihrer Inspiration sind noch weitaus vielfältiger. In Miami, Berlin, Los Angeles und Mallorca entstanden Aufnahmen zu ihrem betörenden Bildband „Nudes“, der die Bandbreite ihrer Arbeit offenbart.

Quellenangabe: Artikel Sylvie Blum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia – General Public License (GPL) für freie Dokumentation

Blum, Sylvie Artikel:

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