Haring, Keith

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Der amerikanische Maler, Zeichner und Grafiker Keith Haring ist ein Hauptvertreter der Graffiti-Kunst aus dem New York der 1980er Jahre. Anders als die meisten Sprayer besaß er eine akademische Kunstausbildung. Er studierte ab 1976 an der School of Professional Art Pittsburgh und ab 1979 an der School of Visual Arts New York. Harings Stil vereint Tendenzen der Graffiti-Kunst, der Pop Art und des Comic. In stark reduzierter, linearer Formensprache mit schwarzen Konturen und leuchtenden Farben zeichnet er Strichmännchen und einfache Piktogramme. Wichtigste Motive sind dabei die menschliche Figur, das Baby und der Hund. Seinem Freund Andy Warhol widmet er die Figur „Andy Mouse“. Diese von ihm selbst „icons“ genannten Markenzeichen waren auf eine schnelle und einfache Verbreitung angelegt und wurden neben Leinwand auf Hauswänden, Mauern (u.a. 1986 auf der Berliner Mauer), Plakaten der New Yorker U-Bahn („Subway-Drawings“) und Bauzäunen angebracht. 1984 entstehen bemalte Gipsabgüsse von Michelangeloskulpturen, die ebenso wie die späteren monumentalen Stahlskulpturen an seine von Robert Mapplethorpe fotografisch dokumentierten body paintings anknüpfen. Neben oft heiter anmutenden, tanzenden Figuren zeigt sein Werk gesellschaftskritische Aspekte und Bezüge auf die christliche Ikonographie. 1987 entstehen Bilder für Kampagnen gegen Aids und Drogen. 1982 war er auf der documenta 7 und 1984 auf der Biennale in Venedig vertreten.
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