Immendorff, Jörg

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Jörg Immendorff (* 14. Juni 1945 in Bleckede; † 28. Mai 2007 in Düsseldorf) war ein deutscher Künstler (Malerei, Bildhauerei, Grafik und Aktionskunst) und Kunstprofessor. Immendorff wurde seit Beginn der 1980er Jahre zu einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart. Von 1968 bis 1981 arbeitete Immendorff als Kunstlehrer (von 1971 bis 1981 an der Dumont-Lindemann-Hauptschule in Düsseldorf), bevor er sich ganz der freien Kunst widmete. Er malte – im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Malern, die sich nach 1945 der gegenstandslosen Kunst zuwandten – schon früh gegenständliche Bilder mit politisch-gesellschaftskritischen Inhalten. Diese Werkgruppe mit plakativen Bildern aus den frühen 70er Jahren figuriert unter der Bezeichnung „Agitprop“. 1972 nahm er mit einer Auswahl solcher Gemälde an der documenta 5 in Kassel teil. 2008 veröffentlichte der Galerist und Testamentsvollstrecker Immendorffs, Michael Werner, die Warnung, dass sich im Kunsthandel auch Werke Immendorffs befänden, die nicht von Immendorffs Hand stammen. Diese Werke sollen Assistenten nach Immendorffs Vorstellungen gefertigt haben. Immendorff versah sie dann nach Darstellung des Galeristen mit seiner Signatur.[21]

Im Sommer 2007 erstattete Witwe und Erbin Oda Jaune auf Geheiß von Michael Werner Strafanzeige bezüglich einer vermeintlichen Fälschung. Das betroffene Gemälde mit dem Titel „Ready-Made d’histoire dans Café de Flore“ sollte in einem renommierten Auktionshaus versteigert werden. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelte ausführlich, fand jedoch keine Anhaltspunkte, die auf eine Fälschung oder eine Straftat hinwiesen. Das Verfahren wurde ohne Anklageerhebung eingestellt, die Klägerin auf den Privatklageweg verwiesen. Experten interpretieren die Fälschungsdebatte als Marktauseinandersetzung zwischen Galeristen, die nicht mit Fakten untermauert werden konnte. Bisher liegen weder weitere Anzeigen vor noch sind weitere Kunstwerke Immendorffs von Michael Werner offiziell als Fälschungen eingeordnet worden. Als Fazit der Fälschungsvorwürfe ergab sich kein einziger dokumentierter Fälschungsfall.

Quellenangabe: Artikel Jörg Immendorff der freien Enzyklopädie Wikipedia – General Public License (GPL) für freie Dokumentation

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