Reichstein, Thomas

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Thomas Reichstein (* 1960 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Bildhauer und wuchs in Halle an der Saale in einem Geologenelternhaus auf. Er begann nach einer Gärtnerlehre in Leipzig mit dem Studium der Landschaftsarchitektur an der TU in Dresden von 1982 bis 1984 zum vierten Semester. Danach studierte er im Direktstudium Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Professor Klaus Schwabe mit dem Diplomabschluss 1990.[1] Ein Gastsemester absolvierte er im Frühjahr 1989 an der Hochschule für Kunst, Burg Giebichenstein in Halle/Saale bei Irmtraud Ohme im Fachbereich Metallgestaltung. Als freischaffender Bildhauer arbeitete Thomas Reichstein von 1992 bis 1997 in Ghana bei den Gelbgießern der Ashanti in Krofrom bei Kumasi jährlich für drei Monate. Die Ergebnisse wurden erstmals 1994 im Magdeburger Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen gezeigt. 1995 und 1996 erlernte er das Malanganschnitzen auf der Insel Neuirland in Papua-Neuguinea. In Folge entwickelte Thomas Reichstein eine spezielle Art von Rattan-Rindenbaststoff-Plastiken. 1997 gewinnt er einen Wettbewerb der Semperoper Dresden für eine seitdem jährlich mehrfach vergebene Preisskulptur. Seine Einreichung überzeugte die Jury durch die Balance aus Abstraktion und Gegenständlichkeit. Damit gelang der Bezug auf Musik, Gesang und Tanz den Grundelementen der Oper in gleichberechtigter Weise. Seitdem erhielt Reichstein weitere Aufträge für Preisplastiken aus Politik und Wirtschaft (z.B. Dresdner Marketingpreis, MTM-Award).Vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 1998 lehrte Thomas Reichstein in der sächsischen Steinmetzschule in Demitz-Thumitz. Er entwickelte dort das steinmetzspezifische Fach Grundlagen der Gestaltung und lehrte dabei unter anderem Freihandzeichnen, Entwerfen und Modellieren nach der Natur. Seit 1999 arbeitet Thomas Reichstein mehrere Monate jährlich in einer Buddhagießerei in Ban Pong. Von 1999 bis 2005 entstand hier eine Serie abstrakter Plastiken.

Quellenangabe: Artikel Thomas Reichstein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia – General Public License (GPL) für freie Dokumentation

Reichstein, Thomas Artikel:

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