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Untitled #119 the_title

Cindy Sherman
Untitled (2012)

  • KünstlerSherman, Cindy
  • TitelUntitled
  • Jahr2012
  • Kategorie › Fotografie
    › Grafik
    › Kunst
    › Sherman, Cindy
  • TechnikOffsetlithografie Ausstellungsplakat "Retrospektive Cindy Sherman" im Dallas Museum of Art
  • MaßePapierformat: 34,3 x 60,3 cm (13,5 x 23,75 inch) Bildgröße: 28,6 x 57,8 cm ( 11,25 x 22,75 inch)
  • Kennzeichenkeine
  • Zustandsehr gut

Weitere Informationen

Das obige Bild - Untitled #119 von 1983 - wurde gewählt, weil es eines von Shermans einzigen Bits von Überschwang ist. Aber selbst hier, weil Shermans Mund offen ist, deutet dies darauf hin, dass die Frau singt und vielleicht bei einem öffentlichen Anlass ankündigt. Kurz gesagt, es ist eine theatralische Performance - wie so vieles in Shermans Werk pointiert ist.

Zum Künstler

Cindy Sherman wurde 1954 Glenridge/New Jersey geboren und gilt als eine der bedeutendsten, feministisch geprägten Fotografinnen. Die Medienkünstlerin Cindy Sherman entscheidet sich früh für die Künstlerlaufbahn und nimmt 18-jährig ein Studium der Malerei und Fotografie auf, das sie in Buffalo und New York City absolviert. Ende der 1970er Jahre entsteht Cindy Shermans erste umfassende fotografische Arbeit. In der Schwarz-Weiß-Serie "Untitled Film Stills" (1977-1980) zeigt sich die Künstlerin selbst in Szenen, die wie Standbilder aus Fernsehserien, großen Hollywood-Produktionen oder B-Movies anmuten. Subtil und mit kritischem Blick werden so Klischees und Rollenbilder enttarnt, die der Frau im Medium Film auferlegt werden. Das Bild der Frau in der Gesellschaft bleibt ein Leitmotiv im Oeuvre von Cindy Sherman, die in den 1980er Jahren zunehmend auch mit Farbfotografien arbeitet. Bald wird sie auch international bekannt; Sherman stellt im Jahr 1982 auf der Kasseler Documenta und der Venezianischen Biennale aus. In den mittleren 1980er Jahren befasst sich Cindy Sherman in ihrer Kunst mit Ekel und Hässlichkeit. Nun zeigt sie oft gewaltsame Verbrechen oder verwesende Leichen. Besonderen Schrecken erregen die großen "Disgust Pictures", die mit toten Körpern, Ratten, Schimmel und allerlei Körpersäften die Ekelaffekte des Betrachters mit Macht aktivieren. Sanfter erscheinen dagegen die "postmodernen" "History Portraits" der späten 1980er Jahre: Cindy Sherman lehnt sich in dieser Werkreihe hintergründig an weltberühmte Altmeisterporträts an. Schockeffekte sucht dagegen wieder die darauf folgende Fotoserie "Sex Pictures". Cindy Sherman arrangiert dafür Crash-Test-Dummies, Körperprothesen und Sexspielzeug zu irritierenden Szenen, die den allgegenwärtigen Voyeurismus entlarven sollen. Cindy Shermans Fotografien haben längst Weltruhm erlangt, und 2001 wird die Fotografin mit dem renommierten "International Award in Photography" der Hasselblad Foundation geehrt. Die Künstlerin, deren Arbeiten in so bedeutenden Häusern wie dem New Yorker Museum of Modern Art zu besichtigen sind, lebt und arbeitet in New York.
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